 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
Der Walchensee in Bayern
|
|
|
Die Seeforelle - Empfang bei der Queen
|
|
|
|
Der Walchensee ist einer der wenigen, noch unberührten Seen in den bayerischen Alpen, dessen Ufer überall frei zugänglich und so gut wie unverbaut ist. Er ist rundum begehbar und vollkommen frei vom Schmutz und Lärm der Motorboote. Die wenig besiedelten Ufer bilden vor allem im Süden und Osten naturbelassene Strände Der reiche Fischbestand in dem reinen Wasser (Güteklasse 1) zieht viele Fischer an. Mit seinen 16,4 km² ist er der größte deutsche Gebirgssee und einer der schönsten Seen Oberbayerns: rings von Bergen eingeschlossen hat er mit seinem dunkelblauen bis dunkelgrünen Wasser einen unverwechselbaren Charakter. Seine einzigartigen Stimmungen sind in Spätwerken des Malers Lovis Corinth (1858-1925) eindrucksvoll festgehalten. Goethe verweilte auf seiner Reise nach Italien an seinen Ufern und unser Märchenkönig Ludwig II. bestaunte diesen See auf seinen unzähligen Höhenwanderungen und ließ hier eine seiner schönsten Jagdhütten bauen. Eine Tiefenkarte vom See gibt es hier.
|
|
|
|
|
|
|
Die Seeforelle ist der eigentliche Grund meiner jährlichen Reise zum Walchensee. Sie ist die Königin ! Man muß sich mir ihr beschäftigen. Wenn die erste Silberne jedoch am Haken hängt, wird man ihr verfallen sein. Das Schleppen hat sich bei mir als am Erfolgreichsten herausgestellt, ufernah - etwa 5-10 m - dort schleppe ich meine kleinen ILLEX Wobbler, fingerlang und recht flott. Das Gerät ist wesentlich, ist doch er See glasklar. Wer zu stark fischt geht leer aus. Eine 2,70m Kohlefaster Spinnrute mit 15g Wurfgewicht und eine 0,06er geflochtene Spiderwire sind für mich Pflicht. Die Rute federt das ab, was die Schnur durch ihre mangelnde Dehnung nicht kann. Auch fische ich rund 30 - 40 m weit hinter dem Boot. Eine dünne Monofile würde sich also zu stark dehnen und den Biss verschlagen. Kleine Wobbler sind Trumpf, Tiefläufer um die 3-4m. Doch vorsicht, die Bremse muss dennoch behutsam und weich eingestellt werden. Wenn die Königin beißt , ist sie barchial und explosiv. Nicht selten schießt sie hinter dem Boot aus dem Wasser und eröffnet den Tanz. Geduld wird jetzt belohnt. Ihr Maul ist weich und zu viel Druck läßt den Haken den Halt verlieren. Ein halbstündiger Drill ist bei Fischen ab 60-70 cm und leichtem Gerät üblich... aber ich habe auch schon 1,5 Stunden gebraucht. Nach dem Biss stelle ich die Bremse ganz lose, ich bremse nur mit dem Finger, das ist viel sicherer und gefühlvoller bis die Queen mein Boot betritt. Ihr Maß beträgt 50 cm. Fische um die 80cm sind jedoch keine Seltenheit.
|
|
|
|
|
|
|
|
Die Renke ist ein ebenso anspruchsvoller und kämpferischer Edelfisch. Sie überlistet man ebenso mit der Hegene. Ihr Maul ist sehr weich, fast pergamentartig. Hier ist eine weiche Felchenrute Pflicht, schon allein, um dem Fisch keinen Schaden zuzufügen. So lassen sich ausgeschlitzte Haken leicht vermeiden. Bei stattlichen Größen ab 40 cm ist dann ein heißer Drill vorprogrammiert. Im Walchensee beträgt das Mindestmaß der Renke 30 cm.
|
|
|
|
|
|
|
|
Fliegenfischer sind am Walchensee nicht fehl am Platze. Doch um erfolgreich zu sein braucht man perfekte Bedingungen, daß die Fische steigen. Dann jedoch sind schöne Fänge möglich. Vor allem Döbel in stattlichen Größen nehmen die Trockenfliege gerne an. Vor allem die Abendstunden im Sommer lassen Fliegenfischerherzen höher schlagen.
|
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
|
|
|
Die schönste Zeit beginnt im Mai, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen, die Ufer in ein warmes Licht tauchen. Die erwachende Natur mit dem frischen Grün der Wälder lässt mich tief durchatmen.
Der Fischer ist auf der Suche nach den Saiblingen, Renken und Seeforellen. Es kommen überwiegend diese Edelfische vor, wenngleich es auch kapitale Hechte gibt, die den Schwärmen folgen. Doch sie sind eher ein Beifang, denn auf Esox hat es hier niemand abgesehen.
Dieser Hecht links biss auf einen kleinen geschleppten Wobbler und beschäftigte mich am feinen Zeug eine ganze Weile.
Generell ist das Bootsfischen top. Die richtigen Stellen erreicht man so am besten. Uferangler brauchen etwas mehr Glück und die richtige Stelle, um auf Saiblinge und Renken zum Zuge zu kommen. Erst im Sommer ziehen diese in die flacheren Buchten.
|
|
|
|
|
|
|
|
Saiblinge sind der Brotfisch am Walchensee. Er ist einer der schönsten seiner Art, herrlich bronzefarben mit filigran weißer Zeichnung an den Flossenrändern. Auch er ist ein robuster Kämpfer und sein Biss zerrt die Rutenspitze mitunter tief ins Wasser. Um ihn zu erbeuten gibt es nur zwei Methoden, Hegenenfischen oder das Schleppfischen. Mit der Hegene, also einem Hakenpaternoster mit 3 Mückenlarvenimitationen und einem 7g Blei am Ende geht es in eine Tiefe von bis zu 30m. Eine spezielle Hegenenrute die unglaublich weich und geschmeidig ist, macht es am meisten Spaß. Als Hauptschnur wähle ich eine 016er mono. Wer glaubt, dass man die “Fischchen einfach hereinleiern” könnte irrt. Ein 30er Saibling macht am feinen Gerät mächtig Dampf.
Das Schleppfischen auf Saibling ist deutlich robuster, wird doch ein ca 80g schweres Schleppblei an kräftiger Rute tief geführt. Ein leichter Löffelblinker, dem der Drilling entfernt wurde und durch ein etwa 20 cm langes Vorfach mit Einzelhaken ersetzt wird, bilden das Gerät.Der Haken wird dann mit 2-3 Maden bestückt. Mir ist diese Art der Fischerei allerdings zu grob.
Das Kunststück besteht letztlich darin die Schwärme zu finden. Deshalb ist man mit dem Boot auch ordentlich unterwegs... mal hier, mal da. Wer sie dann aber gefunden hat erlebt herrliche Stunden. Das Maß beträgt 26cm, allerdings sollte man sich sein Maß auf 30cm anheben. Sollen doch die Fische erst mal heranwachsen.
|
|
|
|
Voraussetzungen für das Angeln am Walchensee
Saison: 1. März bis 30. September, vom Boot und vom Ufer auf alle Fischarten
Größe: 16 qkm, 196 m tief, 28 km Uferlänge ( davon ca. 14 km autofrei! )
Fischbestand: Seeforelle, Saibling, Renke, Hecht, Barsch, Aitel, Rutte und Weissfische.
Voraussetzungen: staatlicher Fischereischein erforderlich ab 10 Jahren: Jugendfischereischein , berechtigt zum Fischen in Begleitung eines volljährigen Inhabers eines staatl. Fischereischeines
Entnahme: Saiblinge: 10 Stück / Renken: 5 Stück pro Tag, alle anderen Arten unterliegen keiner Beschränkung
Schonmaße: Forellen jeder Art: 50 cm, Saiblinge: 26 cm Renke: 30 cm
Erlaubte Fangmittel:Bis zu zwei Handangeln mit jeweils höchstens 3 Nymphen pro Hegene, alternativ eine Handangel mit 5 Nymphen, alle künstlichen Köder, Köderfischsysteme, beim Fischen mit allen natürlichen Ködern pro Handangel nur eine Anbissstelle mit einem Einfachhaken,beim Schleppen bis zu 2 Anbissstellen , alle Köder außer lebende Köderfische
Preise:Tageskarte: 8 € Wochenkarte: 32 € mit Kurkarte 31 € Monatskarte: 110 € mit Kurkarte 105 € Jahreskarte: 250 €
Bootsverleih Walchensee: Helene Edlinger, Angelbedarf und Bootsverleih, Seestr. 15, Tel. 08858-422; Gasthaus Edeltraut, Seestr. 90, Tel. 08858-262 Hotel Schwaigerhof, Seestr. 42, Tel. 08858-92020
|
|
|
|
Viel Spaß am Walchensee wünscht Euch
Udo
|
|
|